3. Schritt:
Grundsätze beachten, Ideen entwickeln und Möglichkeiten zulassen

O Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung sind Trumpf!

Folgende Punkte sind u.a. in den Gesetzen für Arbeitssicherheit und Gesundheit vorgesehen, um die Beschäftigten vor körperlichen und psychischen Schädigungen zu bewahren:

Diese betriebliche Praxis soll die Sicherheit und die Gesundheit im Betrieb ständig verbessern und letztlich zu gesundheitsförderlichen Arbeitssystemen führen. Und was bekommen Sie dafür?

Alle Beteiligten, Geschäftsführung wie MitarbeiterInnen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Verminderung und Vermeidung von Beschwerden, Erkrankungen und vorzeitigem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben wegen Erwerbsunfähigkeit.

O Kenntnisse nutzen - Kosten senken: Kooperation nach innen und außen

Wenn Sie ihre Kompetenzen im Betrieb nutzen und alle Akteure für Sicherheit und Gesundheit zielorientiert beteiligen, werden die Qualität der Arbeit erhöht, das Arbeitsklima verbessert und die Kosten gesenkt. Das folgende Schema gibt Ihnen eine Übersicht.

Kennen Sie alle Akteure für Sicherheit und Gesundheit in Ihrem Betrieb?

Die Führungskräfte mit ihren Entscheidungsbefugnissen und ihrer Verantwortlichkeit; die Sicherheitsfachkraft und den Arbeitsmediziner mit ihrer Beratungskompetenz, die betriebliche Interessenvertretung und die Schwerbehindertenvertretung mit ihrer Kontroll- und Unterstützungskompetenz sowie die Sicherheitsbeauftragten mit ihrem arbeitsplatzbezogenen Wissen.

Diese Akteure sind auch Beteiligte des Arbeitsschutzausschusses (in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten). In kleineren Betrieben können Sie ein vergleichbares Gremium bilden.

Die Unternehmensleitung entscheidet darüber, dass das Arbeitsfähigkeitskonzept mit betrieblichen Akteuren erarbeitet und angewandt wird. Die Idee kann aber auch von anderen in die Diskussion eingebracht werden. So können Sie sich auch Unterstützung bei den außerbetrieblichen Instanzen holen.

Kennen Sie die Zuständigen der Berufsgenossenschaft, des Amts für Arbeitsschutz und der Krankenkassen für ihren Betrieb? Nehmen Sie die vielfältige Fach- und Beratungskompetenz und die Qualifizierungsangebote dieser Einrichtungen in Anspruch: bei der Gefährdungsbeurteilung, bei der Gesundheit der Individuen, usw.

O Bottom Up: die Beteiligung der Beschäftigten ist unabdingbar!

Weitere Unterstützung für ein gesundes, arbeitsfähiges Unternehmen erhalten Sie durch die Beteiligung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Hilfreich sind u.a. korrekte Sachinformation, Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen, Einflussnahme auf betriebliche Entscheidungen am Arbeitsplatz. Sie erreichen dadurch, dass Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung erfolgreich von der Basis mit getragen und nicht nur von oben entschieden und angeordnet wird ("Top-down").

Die Mitarbeiterbefragung ist dabei ein wichtiges Instrument!

O Zeit nehmen, Personen und ihre Kompetenzen anerkennen und Vertrauen bilden

Alle Akteure müssen sich gegenseitig mit ihren Kompetenzen kennen und anerkennen lernen, damit sie an dem gemeinsamen Ziel arbeiten können (s. inner- und außerbetriebliche Akteure für Sicherheit und Gesundheit). Das Vorgehen sollte mit dem Einverständnis aller Beteiligten festgelegt werden, um mit vereinten Kräften ans Ziel zu kommen.

Nehmen Sie sich für diese Entwicklung ausreichend Zeit!

X Tipps:

  1. Nehmen Sie das Arbeitsschutzgesetz in die Hand, es ist eine gute Grundlage für alle weiteren Schritte im Betrieb.
  2. Nutzen Sie den Arbeitsschutzausschuss um das Arbeitsfähigkeitskonzept zu thematisieren.
  3. Laden Sie die Zuständigen der Berufsgenossenschaft, des Amts für Arbeitsschutz, der Krankenkassen… ein und lassen sich beraten.
  4. Beteiligen Sie Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, denn dies ist eine gute Basis für ein gesundes, arbeitsfähiges Unternehmen.
  5. Erstellen Sie einen realistischen Zeitplan, innerhalb dessen Sie alle beteiligten Akteure für ein Ziel gewinnen können!
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